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Schweizer Konstrukteure

Unter diesem Titel werden in lockerer Folge Schweizer Konstrukteure von vermessungstechnischen Geräten vorgestellt.

März 2011:   Jakob Amsler-Laffon

Die Daten wurden aus Druck- und digitalen Medien zusammengestellt. Ihre Quelle ist angegeben, sodass eine vertiefte Beschäftigung damit möglich ist.

Jakob Amsler-Laffon (* 11. November 1823 in Stalden bei Brugg,  † 3. Januar 1912 in Schaffhausen) war ein Mathematiker, Physiker, Ingenieur und Fabrikant. Bekannt wurde er insbesondere durch die Erfindung des Polarplanimeters.
Sein Vater Jakob Amsler war Landwirt, sein Onkel Samuel Amsler ein bekannter Kupferstecher. Nach dem Besuch der Gemeindeschule Unterbözberg und der Bezirksschule in Lenzburg absolvierte Amsler die Kantonsschule in Aarau.
Anschliessend studierte er Mathematik und Physik an den Universitäten Jena (1843–1844) und Königsberg (1844–1848). Besonders grossen Einfluss auf ihn hatte Professor Franz Ernst Neumann, zu seinen Kommilitonen gehörten Gustav Robert Kirchhoff und Siegfried Heinrich Aronhold.

1848 kehrte Amsler in die Schweiz zurück und arbeitete an der Sternwarte in Genf. Zwei Jahre später habilitierte er an Universität Zürich, 1851 folgte die Wahl zum Mathematik- und Physiklehrer am Gymnasium in Schaffhausen. Dort lernte er die Apothekertochter Elise Laffon kennen, die er 1854 heiratete und deren Familiennamen er seinem eigenen anfügte. Das Paar hatte zwei Töchter und drei Söhne, wobei der älteste Sohn Alfred Amsler später ebenfalls ein bekannter Mathematiker wurde.

1854 erfand Amsler nach fünfjähriger Forschungsarbeit den Polarplanimeter. Zwar gab es schon seit vier Jahrzehnten Planimeter zur Ermittlung beliebiger Flächeninhalte in Landkarten oder Zeichnungen, doch sein Gerät übertraf die Vorgänger in Sachen Genauigkeit bei weitem.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Amsler-Laffon

 

 

 Um seine Erfindung praktisch zu verwerten, richtete er eine feinmechanische Werkstätte ein. 1858 gab er seine Lehrtätigkeit auf und gründete ein eigenes Unternehmen. Es stellte neben Planimetern auch Integratoren, hydrometrische Messgeräte, hydraulische Materialprüfmaschinen und andere Präzisionsinstrumente her.
Von 1885 bis 1905 arbeitete Amsler eng mit seinem Sohn Alfred zusammen, so dass die Erfindungen aus jenem Zeitraum nur schwer dem einen oder anderen zugeordnet werden können.
Amsler erhielt 1867 für seine Verdienste um die industrielle Förderung das Ehrenbürgerrecht von Schaffhausen, 1894 die Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg (anlässlich der Feier des 350-jährigen Bestehens). Der Bundesrat zog ihn zur Beurteilung waffentechnischer Fragen bei; Beratertätigkeiten auf diesem Gebiet führten ihn auch nach Wien und Sankt Petersburg.
 

 

Quelle für Text und Abbildung:

Planimeter #5, um 1900

Er wurde u.a. in den Vereinigten Staaten durch Keuffel und Esser in New York vermarktet.
Jacob Amsler entwickelte den Planimeter, um sehr große und sehr kleine Bereiche zu bestimmen mit einem Kreis bis zu 38 Zoll Durchmesser!
Um seine Erfindung zu verwerten, gründete Amsler 1854 eine Werkstatt in Schaffhausen. 1856 veröffentlichte er eine Schrift „Über das Planimeter“, in welcher er Details zu seiner Idee beschrieb. Vertrieben wurde der Planimeter nun durch Leebours & Secretin in Paris, Amsler & Wirz in Philadelphia, Ertel & Sohn in München und Elliott in London. Von 1857 an kümmerte sich Amsler vermehrt um Präzisionswerkzeuge, aber keines war so wichtig geworden wie der kleine, sehr bedienungsfreundliche und populäre Polarplanimeter.
Vor seinem Tod in Schaffhausen am 3. Januar 1912 waren über 50.000 Polarplanimeter in Amsler’s Werkstätte hergestellt worden. Er gewann damit Preise an der Weltausstellung in Wien 1873, in Paris 1881 und 1889.
Amsler wurde 1892 mit seiner Wahl in die Paris Academie des Sciences geehrt. 

http://www.flickr.com/photos/28794527@N00/1080826255/
 

Literaturhinweise:

 

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